
Instrument Rating (IR)
RotorSky
Hubschrauberpiloten fliegen zunehmend mehr unter Bedingungen, welche nur einen von Fluginstrumenten unterstützten Flug erlauben. Die Voraussetzung hierfür ist eine entsprechende Grundausbildung im Instrumentenflug und gegebenenfalls auch eine Erweiterung auf einen entsprechenden Helikoptertypen, welche jedoch meist im Rahmen des Type-Ratings erfolgt.
Ziele
Dem Piloten werden alle Fähigkeiten vermittelt, um einen Hubschrauber auch außerhalb von Sichtflugbedingungen sicher zu führen. Hierbei wird eine Vielzahl verschiedener Navigationshilfen verwendet (NDB, DME, VOR, ILS, GPS, …), um beispielsweise sicher zu navigieren, in Platzrunden einzufliegen und komplexe An- und Abflugrouten mittels PBN (Performance Based Navigation) sicher und effizient durchführen zu können.


Grundlagen
Für den Erwerb einer Instrumentenflugberechtigung ist sowohl theoretisches Wissen erforderlich als auch ausgiebiges Training am Simulator und Helikopter. Neben dem Erlernen der physikalischen Eigenschaften von Navigationshilfen wird auch das räumliche Vorstellen gefordert und gefördert – gleichzeitig muss zu jeder Zeit der Flugzustand geprüft und gegebenenfalls korrigiert werden. Sorgfältige Planung erleichtert das Vorausdenken und verringert somit die Arbeitsbelastung. Es muss eine entsprechende gültige Musterberechtigung für das Helikoptertraining in der Lizenz des Piloten eingetragen sein.
Theorie
Die notwendigen Inhalte des theoretischen Wissenserwerbs können entweder bereits im Rahmen der ATPL-Theorieausbildung absolviert werden oder, sofern dies nicht der Fall ist, im Rahmen eines CBT mit einem Aufwand von etwa 200 Stunden. Jedes Fach wird abschließend mittels eines behördlichen Tests abgeprüft.


Praxis
Die praktische Ausbildung von 40 Stunden Simulator teilt sich bei RotorSky wie folgt auf:
• etwa 15 Stunden FNPT III MCC
• etwa 25 Stunden FTD 3 H135 mit Glascockpit
Anschließend wird in 10 Stunden am Helikopter das Gelernte verfestigt. Das abschließende ‚Assessment of Competence‘ am Helikopter entspricht einer Prüfung und ist für den Lizenzeintrag unerlässlich.